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Teaminterviews #2: Katja und Simone

Blog

Teaminterviews #2: Katja und Simone

Haircom Hamburg

Nach der Sommerpause geht es endlich weiter mit den Teaminterviews: Auch Simone und Katja feiern in diesem Jahr jeweils einen runden Geburtstag und ich habe ihnen mit diversen Fragen mal auf den Zahn gefühlt: Wieso dieser Beruf? Was sind die größten Herausforderungen als Friseurin? Was wären berufliche Alternativen …?

Miriam: Hallo Simone und Katja, mit euch möchte ich gern die Interviewrunde 2 machen. Die Fragen werden weitgehend dieselben sein wie bei Lisa und Anastasia. Zunächst interessiert mich eure Motivation. Wie kamt ihr auf den Beruf Friseurin?

Katja: Ich bin quasi groß geworden im Friseursalon, komme aus einer „Friseurdynastie“: Von den Großeltern über Tanten, Onkels, meine Eltern, bis hin zu meinen Geschwistern sind alle Friseure. Meine Eltern hatten einen Friseursalon in Heiligenhafen. Nach der Schule war ich immer dort und habe schon relativ früh meinen Klassenkameraden die Haare geschnitten … mehr recht als schlecht (lacht). Und das hat mir Lust gemacht auf diesen Beruf. Und so bin ich 1985 nach meinem Realschulabschluss nach Kiel gegangen und habe da drei Jahre gelernt, bei einem Intercoiffeur.

Katja in den 1980ern

Katja in den 1980ern

Miriam: Warst du nicht auch in Kiel, Simone?

Simone: Ja, ich habe auch in Kiel meine Ausbildung gemacht, bei einem großen Friseurunternehmen, in dem ich 2000 meine Gesellenprüfung gemacht habe. Dort habe ich dann 10 Jahre gearbeitet und schließlich die Salonleitung übernommen. Bei uns gibt es keine solche Familientradition, ich habe mich damals für Friseurin entschieden, weil es ein sehr vielseitiger und abwechslungsreicher Beruf ist. Ich kann meine Kreativität ausleben und werde immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, muss mich im Grunde ständig weiterbilden. Das macht mir unheimlich Spaß und reizt mich an diesem Beruf. Und das war auch der Grund, weshalb ich dann damals von diesem großen Unternehmen weggegangen bin. Ich hatte das Gefühl, dass ich stehenbleibe, mich nicht weiterentwickeln kann. Und darum habe ich mich in einem kleinen, privat geführten Salon beworben, der mir die Möglichkeit bot, mich weiterzubilden.

Miriam: Wie ging es bei dir nach der Ausbildung weiter, Katja?

Katja: Ich bin dann für kurze Zeit zurück nach Heiligenhafen zu meinen Eltern in den Salon und habe das Saisongeschäft mitgemacht – und ehrlicherweise erst da, bei meinem Vater, richtig das Haareschneiden gelernt. Danach bin ich nach Hamburg gezogen, habe dort meinen Meister gemacht, um dann für 4 Monate in England in einem Herrensalon zu arbeiten. Als ich wieder in Deutschland war, habe ich direkt bei Schwarzkopf angefangen, wo ich als Trainerin und Dozentin ausgebildet wurde. Da war ich 10 Jahre lang größtenteils eine Art „Feuerwehr“ im Bereich Schnitt und Farbe. Ich habe unter anderem Reklamationen bearbeitet und Schulungen gegeben.

Miriam: Simone, wenn ich richtig liege, hast du dann doch auch wieder zu einem der „Großen“ gewechselt, bevor du zu Haircom kamst, oder?

Simone: Genau, ich bin der Liebe wegen nach Hamburg gekommen und habe dort bei Tigi angefangen. Das war eine Kombination aus Salon und Akademie – und das hat mich wirklich weitergebracht. Aber das Heimweh kam mir in die Quere. Kiel und meine Kunden fehlten mir derart, dass ich zur Pendlerin wurde. Ich habe in Hamburg gelebt und in Kiel gearbeitet, bis mein Chef durch unglückliche Umstände gezwungen war, Insolvenz anzumelden. Im Grunde war das Glück im Unglück, denn so kam ich zu Haircom – und habe eine neue Familie gefunden.

Simone mit Evelyn und Britta – frisch bei Haircom

Simone mit Evelyn und Britta – frisch bei Haircom

Miriam: Wie kamst du zu Haircom, Katja? Was hat dich veranlasst, von Schwarzkopf wegzugehen? Das klingt doch nach einer spannenden Zeit …

Katja: Naja, wenn ich ehrlich bin, war es die Familienplanung. Bei Schwarzkopf war ich ja ständig unterwegs, von Einsatzort zu Einsatzort. Wir haben nämlich auch viele Shows auf Messen und Veranstaltungen betreut und ich habe da auch als Akteurin auf der Bühne gestanden. Da war aber auch der Wunsch nach einer eigenen Familie. Ich habe zwei Kinder bekommen, habe parallel bei meiner Familie in den Salons ausgeholfen und musste mich neu orientieren. 2009 habe ich dann bei NeuBau & Friends angefangen, also dem Vorgänger von Haircom, habe dann noch eine Weile für Heike gearbeitet und bin jetzt seit rund vier Jahren bei Haircom.

Miriam: Wenn ich euch beide so im Alltag beobachte, dann fällt mir als Erstes auf, dass ihr wirklich recht unterschiedlich seid und euch gefühlt auch oftmals mit jeweils ganz anderen Kunden und Themen auseinandersetzen müsst. Was sind so eure Schwerpunkte und was ist für euch die größte Herausforderung in euerm Beruf. Was bringt euch an die Grenze? 

Simone: Ich möchte mich da gar nicht so festlegen müssen, was meine Schwerpunkte sind. Ich mache gern Haarverlängerungen und -verdichtungen, weil der Effekt einfach einmalig und wunderschön ist. Es gibt für jede Kundin die richtige Technik. Man kann mit Farben spielen, einzelne Highlights setzen, verdichten, verlängern … Viele Frauen träumen ja von langen, dichten Haaren und gehen dann derart glücklich wieder zur Tür hinaus, das ist schon toll. Ich persönlich bin ein großer Fan von Tapes, weil sie sich mit dem eigenen Haar besonders gut verbinden und natürlich wirken. Sie haben eine lange Haltbarkeit, sind pflegeleicht und können wiederverwendet werden, indem man sie regelmäßig wieder hoch an den Ansatz setzt. Aber ich liebe es genauso, jemandem klassisch mit Farbe oder Schnitt ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. An meine Grenze komme ich beim Hochstecken. Auch wenn ich es technisch kann, habe ich gefühlt dafür einfach kein Händchen (lacht). Das machen andere hier einfach besser. Zwischenmenschlich sind die größte Herausforderung wohl unglückliche Kunden, denen man mit einer Farbe oder einem Schnitt helfen soll. Oftmals wissen sie nicht genau, was sie wollen. Da muss man dann genau hinhören und -spüren, damit das auch funktioniert. Das ist zum einen nicht ganz einfach, aber im Grunde auch die schönste Herausforderung.

Katja: Das würde ich direkt so unterschreiben, diese Herausforderung reizt mich an unserem Job auch am meisten: Beratungsgespräche machen mir total viel Spaß und vor allem auch Kunden, die vorher vielleicht eine schlechte Erfahrung gemacht haben bei anderen Friseuren. Denen dann wieder Vertrauen zu vermitteln und ihnen zu zeigen, dass Friseur Spaß machen kann – das liebe ich an meinem Job. Und dann natürlich das Haareschneiden, gern auch mit dem Messer, mit dem ich kräftige Haare wie meine dazu bringen kann, das zu tun, was die Kundin und ich möchten. Ich kann damit die ganze Frisur machen oder einzelne Partien – kann zum Beispiel noch etwas mehr Struktur oder aber auch eine weichere Kontur in den vorab erfolgten Schnitt mit der Schere bringen. Ein Schnitt mit dem Messer wirkt grade bei so eigenwilligen Haaren wie meinen oftmals weicher, irgendwie organischer. Auch mit Farben arbeite ich sehr gerne. Zum Thema Hochsteckfrisuren: Die sind auch meine größten Gegner. Das überlassen wir beide gern den anderen, die da wesentlich talentierter sind (lacht.).

Miriam: Wenn ihr nicht als Friseurin arbeiten könntet – warum auch immer –, was würdet ihr dann machen?

Simone: Ich würde vermutlich als Floristin arbeiten. Auch da hätte ich mit Kreativität, Farbe und Menschen zu tun – und ich liebe Blumen.

Katja: Ich arbeite ja noch parallel am Elbcampus als freie Dozentin und das macht mir wahnsinnig viel Spaß. Ich gehe also davon aus, dass ich irgendeine Lehrtätigkeit ausüben würde, das liegt mir einfach – und darum bin ich auch so froh, dass wir neben Dilshad mit Aya nun noch eine weitere Auszubildende bei Haircom haben.

Miriam: Vielen Dank für die Überleitung, Katja. Mein nächstes Interview werde ich nämlich mit den beiden führen, mit Dilshad und Aya. Euch beiden erst mal vielen Dank für das spannende Gespräch!