schreibe uns

Nutze ganz einfach das Kontaktformular, um uns etwas mitzuteilen.

         

123 Street Avenue, City Town, 99999

(123) 555-6789

email@address.com

 

You can set your address, phone number, email and site description in the settings tab.
Link to read me page with more information.

Teaminterviews #1: Anastasia und Lisa

Blog

Teaminterviews #1: Anastasia und Lisa

Haircom Hamburg

2019 ist bei Haircom das Jahr der runden Geburtstage: Es sind 5 an der Zahl und damit mehr als die Hälfte des Teams. Na, wenn das kein Anlass ist, dieses Team mal in den Blick zu nehmen und euch vorzustellen! Anstatt des üblichen Blogtextes, habe ich Interviews mit meinen Kollegen geführt und ihnen allen dieselben Fragen gestellt. Wir starten mit unseren beiden jüngsten Mitarbeiterinnen, mit Anastasia und Lisa, die in einem äußerst geschichtsträchtigen Jahr geboren sind: 1989.

Miriam: Guten Morgen ihr beiden, lasst uns direkt starten. Mich würde eingangs interessieren, seit wie vielen Jahren ihr ausgelernt seid und seit wann ihr eigentlich bei Haircom arbeitet … Ich weiß das gar nicht so genau, wenn ich ehrlich bin.

Anastasia: 2010 habe ich meine Ausbildung abgeschlossen. Meine Spezialisierung liegt auf Schnitttechniken von Tony&Guy sowie Tigi. Insofern lag es nahe, bei Haircom anzufangen, da Evelyn das Profil ja auf die sogenannten englischen Haarschnitte ausgelegt hat. Bei Haircom arbeite ich seit 9 Jahren.

anastasia2.jpg

Damals

Anastasia

Miriam: Kurze Zwischenfrage: Was sind englische Haarschneidetechniken, was bedeutet das?

Anastasia: In einfachen Worten sind das technisch aufgebaute Haarschnitte, die sich an der Kopfform und den Haareigenschaften des Kunden orientieren.

Lisa: Im Grunde bekommt die Kundin zunächst je nach Wunsch einen der vier Basisschnitte: kompakt, graduiert, ansteigend oder einheitlich gestuft. Diese können auch kombiniert werden. Und dieser Grundschnitt wird dann personalisiert, also an die Wünsche, Kopf-, Gesichts- und Körperform der Person individuell angepasst. Das Ergebnis ist ein technisch exakter Schnitt, der zur Persönlichkeit der Kundin oder des Kunden passt und eine lange Haltbarkeit aufweist.

Miriam: Lasst uns nochmals zur vorherigen Frage zurückkehren. Lisa, wann hast du deine Ausbildung abgeschlossen und wann kamst du zu Haircom?

Lisa: Ich kam nach meiner Ausbildung zu Haircom, also bereits 2008. Damit bin ich nach Britta tatsächlich Evelyns „älteste“ Mitarbeiterin. Damals war ich grade mal 19, ganz frisch in Hamburg und empfinde es nach wie vor als ein Riesenglück, mit Haircom eine derartige Punktladung gemacht zu haben. Ich hab mich dort von Anfang an zuhause gefühlt. Und auch die Tatsache, dass Evelyn derart auf die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter achtet, ist einfach super. Unter anderem konnte ich dank ihrer Unterstützung 2014 meinen Meister machen.

jpg.jpg

Damals

Lisa

Miriam: Wie kam es dazu, dass ihr euch für den Beruf Friseurin entschieden habt? Wenn wir mal ehrlich sind, ist es ja durchaus auch ein harter Beruf und die Bezahlung ist bekanntermaßen nicht gerade üppig.

Anastasia: Solche Überlegungen haben bei mir überhaupt keine Rolle gespielt. Ich wollte immer schon etwas Kreatives machen. Make-up und Frisuren machen mir einfach Spaß. Schon als Kind habe ich mich da ausprobiert. Für mich ist es ein Traumberuf, so einfach ist das.

Lisa: Bei mir ist das ähnlich. Schon als Kind wusste ich, dass ich was Kreatives machen möchte. Und da meine Mutter in der Kosmetikbranche tätig ist, war dieses Berufsfeld immer präsent. Ich habe wirklich Spaß an meiner Arbeit und habe im Laufe der Jahre gemerkt, wie wichtig das für mich ist – und dass so etwas nicht selbstverständlich ist. Ich treffe immer wieder auf Menschen, die nicht das Privileg haben, einen Job auszuüben, der sie auch wirklich erfüllt. Da habe ich wirklich Glück. Es macht Spaß, in diesem Beruf und vor allem auch in diesem Team zu arbeiten. Und zu sehen, dass unsere Kunden gerne zu uns kommen und glücklich wieder rausgehen. Manch einer, der deutlich mehr verdient, kann das nicht unbedingt von sich sagen.

Miriam: Das klingt alles sehr rosarot. Gibt es auch Dinge, die euch wirklich an die Grenze bringen in euerm Job? Was sind so die täglichen Herausforderungen?

Lisa: Naja, es ist natürlich nicht alles immer nur großartig, aber ich würde sagen, dass ich mit recht wenigen Frustmomenten zu kämpfen habe. Herausforderungen gibt es viele, aber das ist ja nicht unbedingt negativ. Schwierig ist es für mich, wenn jemand von einem anderen Friseur „gebrandmarkt“ ist und kein Vertrauen in meine Arbeit hat. So jemanden wieder abzuholen, ist nicht leicht. Aber meistens gelingt mir das und das ist im Ergebnis dann wiederum ein tolles Erlebnis. Unzufrieden macht es mich, wenn ich Kompromisse eingehen muss, hinter denen ich nicht 100-prozentig stehen kann. Wenn ich also etwa eine Kundin vor mir habe und weiß, da könnte man ganz großartige Dinge machen, und ich mich dann aus finanziellen oder zeitlichen Gründen – oder einfach, weil ich die Kundin nicht überzeugen kann – für eine Alternative entscheiden muss.

Anastasia: Ja, da kann ich mich nur anschließen. Das sind die Momente, in denen man vielleicht mal frustriert ist. Weil man ein Bild vor Augen hat und es nicht umsetzen kann. Das Zeitfenster ist vielleicht noch so ein schwieriges Thema. Wir planen ja die Termine im Grunde sehr individuell und realistisch bei Haircom. Also so, dass für jeden Kunden genug Zeit ist für Beratung, Verwöhnprogramm und Individualisierung. Leider nehmen es einzelne Kunden aber mit den Terminen nicht so genau. Kurzfristige Absagen oder Verspätungen machen uns dann einfach einen Strich durch die Rechnung. Kommt ein Kunde zu spät, hat das Auswirkungen auf alle nachfolgenden Termine, denn wir sind in der Regel glücklicherweise komplett ausgebucht. Und erscheint jemand kurzfristig nicht, der etwa Strähnen plus Schnitt gebucht hatte, bedeutet das einen Umsatzausfall im dreistelligen Bereich. Denn so kurzfristig bekommen wir Termine in der Regel nicht wieder vergeben. Wir setzen ja nicht auf Laufkundschaft … Das ist vielen nicht klar. Für uns ist es aber ein echtes Problem.

lisaheute.JPG

Heute

… auf dem Weg in den Mutterschutz.

Miriam: Ihr seid ja beide auch Mütter, wie fast alle hier bei Haircom. Wie bekommt ihr den Alltag mit Job und Kind geregelt? Haircom hat ja auch samstags geöffnet und abends bis 20 Uhr. Das ist mit den Kitaöffnungszeiten ja nicht so leicht zu vereinbaren … zumal eure Männer in Berufen arbeiten, die auch nicht die üblichen Arbeitszeiten abdecken. Wie organisiert ihr das?

Lisa: Mein Mann ist freier Referent und Autor. Wir können uns recht gut abstimmen – und haben die Möglichkeiten, uns auch Familienzeiten rauszunehmen. Das Gute bei Haircom ist, dass wir die Arbeitszeiten alle gut an unsere Lebensbedingungen anpassen können. Klar muss man im Sinne des Teams auch Kompromisse eingehen, aber im Großen und Ganzen haben wir da wirklich viel Gestaltungsspielraum.

Anastasia: Mein Mann hat ein Restaurant und ist vor allem an den Wochenenden und abends stark eingebunden. Aber auch unsere Konstellation lässt durchaus Spielraum und bietet die Möglichkeit, dass wir uns beide in unserem Beruf entfalten können – und trotzdem unser Kind und die Familienzeit nicht zu kurz kommen.

Miriam: Was sind so eure Steckenpferde in eurer täglichen Arbeit?

Lisa: Ich schneide leidenschaftlich gern. Natürlich mache ich auch gern Farben, Strähnen, Haarverlängerungen, aber das Schneiden bereitet mir am meisten Spaß.

Anastasia: Ja, das Schneiden ist bei mir auch ganz weit vorne – aber ich „tobe“ mich auch unheimlich gern mit Farben aus. Einer Kundin so eine tolle Balayage auf den Kopf zu zaubern … Da kann man sich kreativ wirklich ausleben. Dieses Malen auf den Haaren mit einem Pinsel, das macht mir total viel Spaß.

Miriam: Wenn ihr aus irgendwelchen Gründen nicht als Friseurin arbeiten könntet, was wäre Plan B?

Lisa: Das ist keine leichte Frage, weil dieser Beruf, wie gesagt, meine absolute Leidenschaft ist. Aber vermutlich würde ich Erziehungswissenschaften studieren, also etwas ganz anderes …

Anastasia: Modedesign, das könnte ich mir noch vorstellen. Es müsste auch was Kreatives sein. Das ist einfach meine Welt.

anastasia3.JPG

Heute

… mit Charme und Melone.

Miriam: Danke, ihr beiden, für die ausführlichen und ehrlichen Antworten. Ich bin mal gespannt, was mir Simone und Katja antworten werden …