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Gekommen um zu bleiben

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Gekommen um zu bleiben

Haircom Hamburg

Vor Kurzem stürmte eine Kundin bei uns zur Tür herein. Sie brauche dringend einen neuen Haarschnitt. Sofort. Umgehend. Sie habe ein Vorstellungsgespräch und müsse perfekt aussehen. Ihr Leben hänge davon ab. Eigentlich war kein Termin frei, aber sie flehte und bettelte und so organisierten wir kurzerhand um und schufen ihr eine Lücke. Sie nahm zufrieden Platz, um dann nach dem Preis zu fragen. Kaum war die Antwort gegeben, sprang sie auf. 57 Euro? Das sei ja unverschämt teuer. Und schon war sie wieder zur Tür hinaus.

Individuelle Beratung

Darüber könnte man nun bestürzt sein oder sich ärgern. Beides ist aber nicht angebracht. Denn Tatsache ist: Es gibt unterschiedliche Kundinnen und Kunden mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Während der oder die eine einen günstigen Haarschnitt möchte vom nächstbesten Friseur, setzt der oder die andere auf individuelle Beratung bei seiner Friseurin des Vertrauens. Beides hat seine Berechtigung. Und letztere Philosophie liegt Haircom zugrunde. Es ist nicht unser Ziel, uns in einen Zeit- und Preiskampf mit Billigketten zu begeben, weil wir eine andere Kundschaft ansprechen. Und genauso wenig verbirgt sich bei uns hinter einer schillernden Chefin oder einem großen Namen eine namenlose Belegschaft, die den Reichen und Schönen dieser Stadt die Köpfe nach einem fixen „Schnittmuster“ verschönert. Bei uns arbeiten Menschen, die ihren Beruf lieben, die Spaß daran haben, eine Vertrauensbasis mit ihrer Kundschaft aufzubauen, individuelle Lösungen zu finden. Und unsere Kundschaft wiederum profitiert davon – die meisten, die einmal kommen, bleiben.

Ein falsch verstandenes »Der Kunde ist König«

Auch ich kam zunächst als Kundin zu Haircom. Durch Zufall. Ich wanderte lange Zeit von Friseur zu Friseurin, nahm immer den, der mir einen Termin am selben Tag zusagen konnte, weil mein Wunsch auf Veränderung immer quasi über Nacht kam. Das ging manchmal gut, meistens aber schief. Wer einmal bei der falschen Friseurin oder beim falschen Friseur war, weiß, wovon ich rede. So oder so bedeutete bei mir lange Zeit jeder Friseurbesuch, bei Null anzufangen. Und es war immer viel Nervenkitzel dabei, weil ich nie wusste, ob ich mit meinen Wünschen verstanden werde. Oftmals hatte ich auch dumme Ideen, die mir keiner dieser Friseure je ausredete. So wollte ich etwa in den 90ern aussehen wie Julia Roberts in Pretty Woman und wünschte mir eine Dauerwelle. Das Ergebnis war verheerend. Zahlreiche solcher Sünden folgten, nie hielt mich jemand davon ab. Ein falsch verstandenes »Der Kunde ist König«.

Handwerk ist keine Stangenware

Über Kontakte kam ich dann vor Jahren zu Haircom. Und merkte schon beim ersten Besuch, dass etwas anders war. Ich wurde beraten, die Atmosphäre war familiär, man nahm sich Zeit. Ich bekam einen leckeren Kaffee und ging glücklich zur Tür hinaus. Was war anders? So viel kann ich verraten, es war nicht der Kaffee. Natürlich ermöglicht ein Preis von 57 Euro für den Haarschnitt auch Zusatzleistungen wie kostenlosen Kaffee und Tee. Was aber viel wichtiger ist: Es ist ein Preis, der ein kleines Unternehmen überleben lässt und es ihm ermöglicht, neue Mitarbeiter auszubilden und bestehende weiterzubilden. Es ist ein Preis, der den Angestellten einen fairen Arbeitslohn garantiert, von dem sie leben können. Das ist die Basis dafür, dass Menschen mit Begeisterung und fachlicher Versiertheit ihrem Job nachgehen können und individuell beraten. Handwerk ist keine Stangenware, es erfordert Fachwissen und immer auch ein gewisses Maß an Zeit. Und gerade Bereiche wie Fashion und Beauty sind immer in Bewegung. Was bedeutet, dass die Mitarbeiter weitergebildet werden müssen. Und all das kostet ein Unternehmen nun einmal Geld.

Vorsicht: Doppelmoral

Vergleichen wir das mit anderen Branchen: Natürlich kann ich meine Brötchen für einen Bruchteil des Preises beim Discounter aus der vermeintlichen „Frischetheke“ holen, kann mir meine Handwerkerleistung zu Dumpingpreisen auf diversen Plattformen ersteigern und Produkte im Internet bestellen, anstatt mich individuell vor Ort vom Fachmann beraten zu lassen. Dann darf ich mich aber auch nicht über schlechte Arbeitsbedingungen bei den Versandriesen im Internet beschweren. Dann darf ich mich nicht beklagen, dass es keine echte Bäckerei mehr gibt in der Nachbarschaft, dass meine (schlecht bezahlten) Handwerker unter Umständen nicht die Leistung erbringen, die ich erhofft hatte oder ich nicht wirklich beraten wurde beim Produktkauf. Denn das wäre blauäugig und ein klassischer Fall von Doppelmoral.

Qualität hat ihren Preis

Und lassen wir diesen Aspekt einmal außen vor, so kann ich mir auch schlicht die Frage stellen, ob ich lieber eine Frisur von der Stange bekomme – was mir im Übrigen auch bei den großen Namen der Friseurbranche passieren kann – oder ob ich kompetent und individuell beraten werden will und am Ende mit einem personalisierten Haarschnitt aus der Tür treten möchte. Und genau das ist mir damals passiert. Ich kam ohne große Erwartungen zu Haircom und bin aus Überzeugung geblieben. Aus einem ganz einfachen Grund: Wenn ich zum Friseur gehe, dann brauche ich eine Person, der ich vertrauen kann. Weil ich weiß, dass ich jeden Morgen aufs Neue mit meiner Frisur im Spiegel konfrontiert werde. Und das ist mir zumindest 57 Euro für einen Haarschnitt definitiv wert.